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Bündnis Entwicklung Hilft veröffentlicht neuen Bericht zwei Jahre nach dem Erdbeben

Haiti: Die Aufbruchstimmung nutzen

Berlin, 8. Januar 2012 – Zwei Jahre nach dem verheerenden Erdbeben vom 12. Januar 2010 steht Haiti weiterhin vor großen Herausforderungen und hat gleichzeitig die Chance auf eine langfristig positive Entwicklung. "Es herrscht eine deutliche Aufbruchstimmung im Land, seitdem die neue Regierung im Oktober endlich ihre Arbeit aufgenommen hat. Jetzt muss sie die vielen Probleme des Landes gemeinsam mit der Zivilgesellschaft beherzt anpacken", sagt Peter Mucke, Geschäftsführer des Bündnis Entwicklung Hilft.

"Die provisorischen Lager lichten sich, immer mehr Menschen bekommen staatliche Unterstützung bei der Suche nach einer neuen Unterkunft. Man sieht auch immer weniger Schutt und Trümmer", berichtet Dirk Günther, Regionalkoordinator Haiti beim Bündnis-Mitglied Welthungerhilfe, aus der Hauptstadt Port-au-Prince.

Wichtig sei nun, die haitianische Zivilgesellschaft stärker als bisher in den Neuaufbau des Landes einzubeziehen – sowohl durch die haitianische Regierung als auch durch die internationale Staatengemeinschaft, erklärt Bündnis-Geschäftsführer Mucke. "Entwicklung funktioniert nicht als Top-Down-Prozess. Deshalb arbeiten die Hilfswerke im Bündnis Entwicklung Hilft eng mit haitianischen Nichtregierungsorganisationen zusammen." Mucke fordert auch den Verwalter der internationalen Gelder, die Clinton-Kommission, dazu auf, statt US-amerikanischen und dominikanischen Unternehmen ab sofort verstärkt haitianische Partner auszuwählen. "Nur so ist eine Entwicklung von innen heraus möglich."

Das Jahrhundertbeben hatte Anfang 2010 das ärmste Land der westlichen Hemisphäre getroffen, schon zuvor lebte über die Hälfte der Haitianer von weniger als 1,25 US-Dollar am
Tag. Die Ausmaße der Katastrophe waren gigantisch: Die Schäden beliefen sich auf fast 6 Milliarden Euro, 60 Prozent der administrativen und wirtschaftlichen Infrastruktur wurden zerstört, fast 300.000 Häuser wurden schwer beschädigt oder komplett zerstört. "Vor diesem Hintergrund muss man sagen: Es wurde schon viel erreicht – auch wenn es ohne Frage noch unglaublich viel zu tun gibt, um Haiti in eine bessere Zukunft zu begleiten", sagt Mucke.

Hinweise an Redaktionen:

"Brot für die Welt", medico international, Misereor, terre des hommes und Welthungerhilfe leisten als Bündnis Entwicklung Hilft akute und langfristige Hilfe bei Katastrophen und in Krisengebieten. Christoffel-Blindenmission und Kindernothilfe sind Bündnispartner und seit Jahrzehnten in Haiti tätig.

Für Rückfragen:
Bündnis Entwicklung Hilft – Pressestelle
Tel.: 0151 15298802
E-Mail: presse@entwicklung-hilft.de
www.entwicklung-hilft.de

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