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Haiti – Hilfe sechs Wochen nach dem Erdbeben

Bündnis-Hilfswerke und ihre lokalen Partner helfen weiter

Sechs Wochen nach dem verheerenden Erdbeben sind viele Menschen in Haiti weiterhin auf die Versorgung mit Lebensmitteln und Trinkwasser angewiesen. Doch die Situation verbessert sich. Peter Mucke, Geschäftsführer des Bündnis Entwicklung Hilft, sagt: "Wir müssen die akute Nothilfe fortsetzen, können aber gleichzeitig mit den Projekten des Wiederaufbaus und der langfristigen Entwicklungszusammenarbeit beginnen."

Für die akute Nothilfe engagiert sich "Brot für die Welt" mit der Schwesterorganisation Diakonie Katastrophenhilfe, die nach einer raschen Bestandsaufnahme mit ihren Mitarbeitern in Haiti in großen Aktionen Hilfsgüter beschafft, transportiert und erteilt. Das gelang unter Mühen und Schwierigkeiten, weil auch die haitianischen und deutschen Mitarbeitenden im gemeinsamen Projektbüro in Port au Prince zunächst ihren Schock überwinden und ihre eigenen Familien und Verwandten versorgen mussten. Telefon, Internet und Transportwege standen zunächst nur stark eingeschränkt zur Verfügung.

"Brot für die Welt" arbeitet seit vielen Jahren mit fünf Projektpartnern für die Entwicklung Haitis zusammen. Diese Partner sind von dem Erdbeben stark betroffen. Büro- und Projekt-Gebäude sind eingestürzt oder beschädigt und die Ausstattung ist unbrauchbar oder abhanden gekommen. Das Fazit: Nichts ist mehr wie vor der Katastrophe - die laufenden Projekte wurden unterbrochen und müssen teilweise ganz neu ausgerichtet werden.

Angesichts des Ausmaßes der Katastrophe hat bei den fünf Projektpartnern von "Brot für die Welt" das Wiederherstellen der Arbeitsfähigkeit höchste Priorität. Ziel ist es, alle Partnerorganisationen und das gemeinsame Projektbüro wieder handlungsfähig zu machen, damit sie in akuten Fällen helfen sowie mittel- und langfristig ihre Vorhaben planen können. Auch die Unterstützung bei der psychischen Aufarbeitung des Erlebten sowie die Unterstützung bei der materiellen Wiederherstellung zerstörter oder abhanden gekommener Büro- und Arbeitsmittel ist wichtig. Dafür hat "Brot für die Welt" 90.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Wiederaufbau und Neuausrichtung der Entwicklungsarbeit Die Folgen des Erdbebens zwingen auch dazu, die bisherige Arbeit zu überdenken und teils neu auszurichten. So muss beispielsweise das HIV-/Aids-Programm einer Partnerorganisation darauf ausgerichtet werden, dass so viele Menschen in Camps und Lagern leben - und das vermutlich noch über einen langen Zeitraum. Dieses Leben in einem Provisorium trägt zur noch stärkeren Verbreitung des Virus bei.

Die Partnerorganisation CES mit ihrem Programm für behinderte Kinder und Jugendliche und deren Eltern hat große Schäden davon getragen, berichtet "Brot für die Welt". Fast alle Gebäude - Klinik, Schule und Werkstatt - müssen wieder aufgebaut und ausgestattet werden. Zudem ist noch nicht klar, ob alle Patientinnen und Patienten das Beben überlebt haben. Da der Wiederaufbau einige Zeit brauchen wird, sucht CES aktuell nach einer Übergangslösung - nach Räumen, in denen die Projekte wieder aufgenommen werden können. Für die Förderung der Maßnahmen des Partners CES in den nächsten drei Jahren hat "Brot für die Welt" einen Betrag von 285.000 Euro vorgesehen.

"Brot für die Welt", medico international, Misereor, terre des hommes und Welthungerhilfe leisten als Bündnis Entwicklung Hilft akute und langfristige Hilfe bei Katastrophen und in Krisengebieten. Für die Linderung der Not der Menschen in Haiti nach dem Erdbeben bittet das Bündnis Entwicklung Hilft die Bevölkerung auch weiterhin um Spenden.

Sie wollen helfen? Hier können Sie direkt online spenden.

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