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Brot für die Welt

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Kenia

Hoffnung in Zeiten der Dürre

Südwestlich von Kenias Hauptstadt Nairobi beginnt karge Steppe. Hier gibt es viele Hungerkatastrophen.

Seit 19 Monaten hat es nun nicht mehr geregnet. Obwohl der alte Weise eine Kuh geopfert hat.

Auf der Fahrt in den Distrikt Isiolo verwandelt sich die Landschaft in ein trockenes Grau.

Jane Kaburu, Leiterin der CCS-Station in Isiolo, erklärt den Hirten, wie sie Tierkrankheiten erkennen können.

John Echwo ist mit seinen 20 Ziegen 70 Kilometer gelaufen, auf der Suche nach Futter in der kargen Savanne.

Joseph Gitonga öffnet mit einer Hacke einen Seitenkanal. Umgeleitetes Flusswasser fließt in seine Beete.

Joseph Gitonga muss jede Nacht Wache schieben, sonst machen sich die Tiere über seine Bohnen her.

Von CCS haben die Gitongas viel gelernt: Sie benutzen Viehdung anstatt Mineral- und Kunstdünger.

So kommen die Turkana, Samburu und Massai trotz der schweren Lebensbedingungen durch den Alltag.

Sauberes Wasser und ein guter Ertrag der Felder: Ohne "Brot für die Welt" bliebe dies ein unerfüllbarer Traum.

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Im Zentrum Kenias bleibt der so dringend benötigte Regen immer häufiger aus. Die Pflanzen vertrocknen, und das Vieh der Nomaden findet kaum noch Wasser. Die Entwicklungsorganisation der Anglikanischen Kirche hilft den Menschen, mit den schwierigen Lebensbedingungen fertig zu werden.

Nur einen kurzen Blick wirft der alte Mann auf die dürre Wolke am Firmament. Der alte Weise hatte gestern noch für Regen gebetet. Doch nichts hilft. Seit 19 Monaten hat es nun keinen Niederschlag mehr gegeben. Die meiste Ernte ist verdorrt. Paulo Losusu wendet sich müde seinem Dorf Ngombe-Zebu zu. Hoch über den Akazienbäumen dreht sich dort ein großes Windrad. Es pumpt Wasser aus über hundert Metern Tiefe in zementierte Wasserrinnen, an denen gerade Ziegen und Kamele hastig trinken.

Brunnen als Lebensversicherung
"Ohne diese Wasserstelle kann ich mir mein Leben nicht mehr vorstellen", sagt der Hirte John Echwa. Mit Geldern von "Brot für die Welt" hat die Entwicklungsorganisation der Anglikanischen Kirche in Kenia, Christian Community Services (CCS), den Brunnen Ende der 1980er Jahre erbaut. Zuvor hatten die Hirten die wenigen natürlichen Wasserstellen gegen Löwen und Krokodile verteidigen müssen. Der Brunnen dient nun als Lebensversicherung in einem Land, das dem Leben immer feindlicher gegenüber steht.

Ihr Vieh bedeutet den Menschen alles
John Echwa schiebt sich die blaue Baseball-Kappe nach hinten und mustert gemeinsam mit Jane Kaburu eine Ziege. "Das Tier hat Parasiten", sagt die Agrar-Ökonomin nach einem Blick ins Maul. "Du solltest schnell ein Entwurmungsmittel kaufen, sonst stirbt es." Nahezu jeden Tag setzt sich die Leiterin der CCS-Station in Isiolo auf ihr Motorrad und fährt abseits der Straßen zu Siedlungen, die die Regierung nie zu Gesicht bekommen hat.

Mit Hilfe von "Brot für die Welt" schickt CCS nicht nur Agraringenieure, Veterinärexperten und Landwirtschaftslehrer zu den Menschen in abgelegenen Gebieten. Auch eine mobile Apotheke tourt durch die Savanne. Insgesamt erreichen die Mitarbeiter der Entwicklungsorganisation so fast 100. 000 Menschen.

Zwanzig Kilometer südwestlich von Ngombe-Zebu steht Jane Kaburu wenig später vor einem neuen Problem. Die Schrauben an der Rückhalteklappe einer Pumpe haben sich verbogen, nun fließt das Wasser nur noch spärlich. Jane Kaburu zückt ihr Handy. "Habt ihr noch Ersatzschrauben?", fragt sie einen Kontaktmann in Ngombe-Zebu. Dann reckt sie den Daumen in die Höhe, die Leute jubeln. Bald wird das Wasser wieder rauschen.

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