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Ökumenisches Lernen und Handeln - Kolumbien

Kolumbien – so grausam schön

Foto: R. Gómez Diaz

Soziale Bewegungen und Gewerkschaften setzen sich in Kolumbien gegen Gewalt und für bessere Lebensbedingungen ein – unterstützt von "Brot für die Welt".

Bürgerkrieg, Drogen und Gewalt sind meist die ersten Gedanken, die uns in den Sinn kommen, wenn von Kolumbien die Rede ist. Doch das südamerikanische Land ist weitaus mehr: Der Schriftsteller Gabriel García Márquez und die Latin-Pop-Sängerin Shakira kommen aus Kolumbien. Von der tropischen Karibik-Küste bis in die frostigen Hochgebirge der Anden bietet die Natur für jeden etwas. Kolumbien ist das Land des Kaffees, der Bananen und der Blumen, der Rhythmen von Salsa und Cumbia.

Krieg und Gewalt, angeheizt durch den Drogenhandel
Die Gegensätze könnten kaum größer sein. Seit mehr als 50 Jahren führen Armee, paramilitärische Gruppen und Guerilla einen blutigen Bürgerkrieg. Der Drogenhandel heizt Krieg und Gewalt weiter an. Tausende Bauernfamilien wurden von ihrem Land vertrieben. Sie suchen in den Elendsvierteln der Großstädte Zuflucht, während eine kleine Minderheit über die politische und wirtschaftliche Entwicklung des Landes herrscht.

Engagiert für eine Gesellschaft ohne Krieg, Armut und Unterdrückung
Kolumbien hat aber auch starke soziale Bewegungen und Gewerkschaften. Eine breite Zivilgesellschaft setzt sich für Frieden und Gerechtigkeit ein. Viele Menschen setzen sich trotz langer Gewalt- und Leidensgeschichte für ihren Traum von einer Gesellschaft ohne Krieg, Armut und Unterdrückung ein. Darunter sind auch Partnerorganisationen von "Brot für die Welt". Wegen ihres sozialen und politischen Engagements geraten auch sie immer wieder unter Druck. Denn wer sich für die Menschenrechte und für gesellschaftliche Veränderung einsetzt, wird in Kolumbien leicht selbst zum Ziel von Gewalt und Verfolgung. Unsere Partner benötigen deshalb Unterstützung und Solidarität.

Unsere Solidarität macht den Menschen in Kolumbien Mut
Öffentlichkeit bietet ihnen Schutz. Denn internationale Aufmerksamkeit ist das, was die Verantwortlichen für Gewalt und Menschenrechtsverletzungen am meisten schreckt. Solidarität macht unseren Partnerorganisationen Mut, ihren Weg für Frieden und Gerechtigkeit fortzusetzen.

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