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Costa Rica

Fußball für das Leben

Viele Einwanderer aus Nicaragua landen in den Armenvierteln von San José.

In den Armenvierteln gibt es keine Parks und keine Bolzplätze; Alkohol, Drogen, Gewalt und Kriminalität prägen den Alltag.

Lesbia Rodríguez lebt mit ihren vier Söhnen in einer Hütte aus altem Holz und Wellblech.

German und seine drei Brüder trainieren bei "Fútbol por la Vida".

Eric Chaves, Vorsitzender von "Fútbol por la Vida".

"Fútbol por la Vida" erreicht inzwischen mehr als 400 Kinder und Jugendliche.

Die Spieler einigen sich vor dem Spiel auf die Regeln.

Jedes Spiel wird nach Abpfiff genau analysiert.

Mit dem Wiederverwerten von Abfall verdienen sich die Jugendlichen etwas Geld.

"Viele Jugendliche sehen ihr Leben inzwischen mit anderen Augen, setzen sich persönliche Ziele und haben einen Plan für die Zukunft", berichtet Eric Chaves.

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In den Elendsvierteln von Costa Ricas Hauptstadt San José haben Kinder und Jugendliche kaum Zukunftsperspektiven. Alkohol, Drogen und Gewalt prägen den Alltag, Arbeit gibt es kaum. In einem von "Brot für die Welt" finanzierten Sportprojekt lernen Teenager, ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen.

Wenn die Nacht hereinbricht über San José, hat man vom Armenviertel Tejarcillos aus einen wunderschönen Blick über die Hauptstadt. Der An-blick vermittelt Ruhe und Frieden. Doch blickt man in die unmittelbare Umgebung, ist es vorbei mit der Ruhe. In düsteren Gassen lungern zwielichtige Gestalten. Der Name Tejarcillos steht in Costa Rica für bittere Armut, Morde und Drogenhandel. Hier sind viele Arbeitslose gestrandet und Nicaraguaner, die aus dem ärmeren Nachbarland herübergekommen sind.

Vor drei Jahren hat die Regierung versucht, ein bisschen Ordnung nach Tejarcillos zu bringen: Sie hat Häuschen mit Mauern aus Stein und Dächern aus Faserzement bauen lassen. Doch längst nicht alle Familien haben ein neues Zuhause bekommen. Sie wohnen noch in Hütten aus Baumaterial, das sie sich auf den Müllhalden der Hauptstadt zusammengesammelt haben. Strom gibt es, aber nur aus waghalsig an-gezapften Leitungen. Fast die Hälfte der 5.000 Bewohner ist jünger als 18 Jahre. In der kleinen Schule wird in vier Schichten unterrichtet, sonst fänden nicht alle Kinder Platz. Weil es keine Parks oder Bolzplätze gibt, spielen die Kinder mit ihren verbeulten Bällen in den engen Gassen.

Um die Kinder und Jugendlichen von der Straße zu holen und ihnen Perspektiven für eine bessere Zukunft aufzuzeigen, wurde 2003 von Mitarbeitenden der Lutherischen Kirche in Costa Rica das Projekt "Fútbol por la Vida" ins Leben gerufen. Die von "Brot für die Welt" unterstützte Stiftung bietet mehrmals pro Woche Fußballtrainings an. Daneben gibt es auch Workshops zu Themen wie Freizeitgestaltung, Drogen, Sexualität, HIV/Aids und häuslicher Gewalt. "Bei uns lernen die Jugendlichen nicht nur zu kicken, sondern auch Regeln einzuhalten, die anderen zu respektieren und Verantwortung für sich selbst zu übernehmen", erklärt Sportlehrerin Elieth Artavia. In den Trainingsstunden geht es nicht um Kampf und Sieg. Nach dem Aufwärmen setzen sich die Spielerinnen und Spieler zusammen und stellen ihre eigenen Regeln auf. Sie selbst achten dann auf deren Einhaltung.

Inzwischen werden durch das Projekt mehr als 400 Kinder und Jugendliche in fünf Armenvierteln erreicht. Fast die Hälfte davon sind Mädchen. Unter ihnen ist die 13-Jährige Wendoly Guevara, die seit zwei Jahren zu "Fútbol por la Vida" kommt. Was sie bei der Stiftung gelernt hat? "Zum Beispiel, dass Männer Frauen nicht schlagen dürfen und dass auch Frauen das Recht haben, sich zu vergnügen", sagt sie. Der Vorsitzende der Stiftung Eric Chaves blickt zuversichtlich in die Zukunft: "Viele Jugendliche sehen ihr Leben inzwischen mit anderen Augen, setzen sich persönliche Ziele und haben einen Plan für die Zukunft. Solche Veränderungen motivieren uns und machen uns auch ein bisschen stolz."

Costa Rica: Fußball für das Leben
Länge: 4:58 min

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Sierra Leone: Zugang zum Leben
Länge: 4:30 min

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