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Haiti - ein gebeuteltes Land

Wie findet Haiti nach dem schweren Beben seinen Weg? Das Land ist sehr arm, die Menschen leiden Not - und das Erdbeben hat die Situation auf der Insel noch verschlimmert. Foto: Thomas Lohnes

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"Brot für die Welt" leistet seit nahezu 40 Jahren Hilfe in Haiti. Die Schwesterorganisation Diakonie Katastrophenhilfe ist seit 2005 mit einem eigenen Projektbüro in dem Land vertreten. Das Büro begleitet auch Projekte von "Brot für die Welt". Haiti gilt als ärmstes Land auf der westlichen Welthalbkugel und durchlebt seit Jahrzehnten anhaltende politische und soziale Krisen. Rund 70 Prozent der neun Millionen Haitianer leben in tiefer Armut. Das Land braucht Hilfe von außen. Naturkatastrophen wie Hurrikans und Überschwemmungen peinigen das Land in regelmäßigen Abständen und verstärken die Misere.

Die Hauptstadt Port-au-Prince hat fast 3 Millionen Einwohner. Dort bestehen die größten sozialen Probleme. Die rasante Geldentwertung - die Inflationsrate beträgt rund 40 Prozent - macht vor allem die arme Bevölkerungsmehrheit noch ärmer. Betroffen sind vor allem die Industriearbeiterinnen: Der gesetzliche Mindestlohn hat sich seit Jahren nicht geändert. Er liegt bei 1,8 US-Dollar pro Tag.

Politik und Wirtschaft sind instabil. Deswegen ist der Staat kaum in der Lage, effektive Katastrophenhilfe oder -vorsorge zu leisten. In den vergangenen Jahren hatten die Menschen in Haiti nicht immer genug zu essen. Die Ursachen: der Klimawandel, Ernteausfälle, die globale Wirtschaftskrise und eine Landwirtschaft, in die zu wenig investiert wurde. Auch dadurch war Haiti immer auf Hilfe von außen angewiesen.

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