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Eine gute Ernte füllt den Magen und erhöht das Selbstbewusstsein.
Konzepte und Projektansätze ländlicher Entwicklung decken eine große Bandbreite von Themen und Bereichen ab. Im Rahmen der Wirkungsdokumentation wurde ein besonderes Augenmerk auf nachhaltige Landwirtschaft und Ernährungssicherung, die Verbesserung von Einkommen sowie Landrechte und Landreform gelegt. Ein differenzierender Blick auf Frauen und Männer (Gender-Perspektive) wurde dabei eingenommen. Folgende Leitfragen zogen sich als roter Faden durch die neun Fallstudien aus drei Kontinenten:
Diese Leifragen orientieren sich an der Strategie von "Brot für die Welt", die Ernährungssicherung durch nachhaltige Landwirtschaft in Verbindung bringt mit sozialem Empowerment und der Einforderung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte (WSK-Rechte).
Nachhaltige Landwirtschaft verbessert Ernährung und Einkommen
Die Fallstudien zeigen, dass nachhaltige Landwirtschaft zu einer Verbesserung der Ernährung und des Einkommens führt. Höhere Erträge, die Verbesserung der Selbstversorgung und geringere Ausgaben für den Zukauf von Nahrung führen dazu, dass kleinbäuerliche Familien, die in der Regel die Zielgruppen der untersuchten Projekte darstellen, mehr und besser essen. Dadurch verbessert sich auch die Gesundheit der Menschen. Steigende Einkommen werden z.B. durch Vermarktung erzielt. Häufig ergeben sich positive Einkommenseffekte durch die Reduzierung der Ausgaben für Betriebsmittel (Dünger, Pestizide).
Neben den positiven können auch unerwünschte Wirkungen auftreten. So kann die erfolgreiche Verbreitung von nachhaltiger Landwirtschaft z.B. zu einer verstärkten Konkurrenz um Ressourcen (Land, Wasser) führen. Das wurde besonders bei den Fallstudien aus Afrika deutlich.
Empowerment: Erschließung neuer Lebensbereiche
Die Fallstudie aus Brasilien zeigt, dass die Verteidigung von Landrechten das Selbstverständnis indigener Völker stärkt und ihre (Rechts-) Position in der Gesellschaft verbessert. Der Kampf um Land führt dabei zu einer Auseinandersetzung mit und der Wiederentdeckung der kulturellen Identität. Der Zugang zu Land schafft außerdem die notwendige wirtschaftliche (Über-) Lebensgrundlage.
Viele Frauen durchleben einen Prozess des Empowerment durch Projekte der ländlichen Entwicklung, z.B. durch die Teilnahme an Spar- und Kreditinitiativen. Sie ermöglicht den Austausch mit anderen Frauen, die Erwirtschaftung von Einkommen und die Erschließung neuer Tätigkeitsbereiche außerhalb des reproduktiven Bereichs. Empowerment von Frauen zeigt sich durch erhöhtes Selbstbewusstsein, mehr Mitsprache in Familie und Gemeinde sowie den Zugang zu politischen Ämtern auf der Gemeindeebene. Grundsätzlich gilt das auch für Männer und indigene Männer und Frauen.
Ländliche Entwicklung ist erfolgreich und nachhaltig
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Projekte der ländlichen Entwicklung erfolgreich und nachhaltig sind, wenn