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Von links nach rechts: Saurlin Siagian (aus Indonesien), Rosa Koain (aus Papua-Neuguinea), Mauricio Meza (aus Kolumbien)
Die Konkurrenz um Ackerböden hat mit der staatlich verordneten Beimischung von Biodiesel und Bioethanol in vielen Industrie- und Schwellenländern deutlich zugenommen. Je nach Erhebung kommen inzwischen 21 – 44 % der Investitionen in großflächige Agrarprojekte der Erzeugung von Agrartreibstoffen zugute. Dafür werden häufig fruchtbarste Böden in besten Lagen verwendet. Gleichzeitig hat die lokale Bevölkerung ungenügenden Zugang zu Land.
Über die verheerenden Auswirkungen des Palmölanbaus in ihren Ländern berichteten die Mitglieder unserer Partnerorganisationen in Berlin und Brüssel:
Bundestagsmitglieder aller Parteien in Berlin und Vertreter des Europäischen Parlaments und der Kommission waren in Brüssel der Einladung von „Brot für die Welt“ gefolgt, sich mit der wachsenden Nachfrage nach Agrotreibstoffen und den daraus resultierenden Konsequenzen zu beschäftigen.
Kontrovers und engagiert wurde diskutiert, mit welchen handels- und außenpolitischen Instrumenten verhindert werden kann, dass Landgrabbing vor allem in Ländern ohne Rechtsstaatlichkeit stattfindet. Hier wurde ein hohes Maß an Kohärenz der politischen Sektoren, ein menschenrechtlicher Ansatz und starke verbindliche Standards zur Vorabprüfung finanzieller Unterstützung von Investitionen gefordert.
Carolin Callenius, Leiterin der Kampagne „Niemand is(s)t für sich allein“, forderte die politischen VertreterInnen auf, die Biokraftstoffverordnung kritisch zu verfolgen. Insbesondere die deutschen Delegierten sollten sich für die Aufnahme von Sozialstandards im Rahmen der Nachhaltigkeitsverordnung von Agrotreibstoffen einsetzen. In dem Bericht der deutschen Bundesregierung zur Umsetzung der Verordnungen 2012 und 2014 sollte der Schwerpunkt auf die folgende Fragestellung gelenkt werden:
Welche Auswirkungen haben die Investitionen in großflächige Agrarprojekte zur Erzeugung von Agrartreibstoffen auf die: