x
Zu den Inhalten springen

Servicenavigation

Brot für die Welt

Hauptnavigation

niemand is(s)t für sich allein
Predigttexte rund um das Thema Landraub

Eröffnungsgottesdienste: Land zum Leben – Grund zur Hoffnung

Traditionell wird am 1. Advent mit einem Gottesdienst der Beginn der 53. Aktion "Brot für die Welt" gefeiert. Dieses Jahr fand die bundesweite Eröffnung in der Dortmunder Reinoldikirche statt. Foto: F.Stark/epd-bild

"Land zum Leben, Grund zur Hoffnung" – unter diesem Motto steht die 53. Aktion von "Brot für die Welt", die am 1. Adventssonntag mit feierlichen Gottesdiensten eröffnet wurde. Die Direktorin von "Brot für die Welt" stellte bei der zentralen Eröffnung in der Kirche St. Reinoldi in Dortmund fest: "Der Hunger auf Land wächst und damit der Hunger auf dem Land". Es sei nicht hinzunehmen, dass Menschen ihren Lebensraum und damit ihre Existenz verlieren, weil dort Soja für unser Vieh und Energiepflanzen für unseren Sprit angebaut werden. Alfred Buß, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen schloss sich mit den Worten an: "Land zum Leben, Grund zur Hoffnung – ‚Brot für die Welt‘ fängt bei uns an. Darum stellen wir uns an die Seite der Entrechteten. Darum stoßen wir verschlossene Türen auf – zuerst bei uns und unserem Konsumverhalten."

In der Dankeskirche in Bad Nauheim sprach zur landeskirchlichen Eröffnung der 53. Aktion von "Brot für die Welt" Heidemarie Wieczorek-Zeul, die ehemalige Ministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Sie erklärte, dass Kleinbauernfamilien in Entwicklungsländern bei dem stattfindenden Wettlauf um Land oft benachteiligt werden: Örtliche Kleinbauern haben Verträge unterschrieben, die sie als Analphabeten oft nicht einmal lesen konnten. Bis zu 100 Jahren laufen einige solcher Pachtverträge. 227 Millionen Hektar haben so in den letzten zehn Jahren den Besitzer oder Nutzer gewechselt – das entspricht einer Fläche in der Größe Westeuropas.

Aus dem Buch Nehemia im Alten Testament zitierte die ehemalige Ministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Adventsgottesdienst in Bad Nauheim die Forderung des Propheten nach Schuldenerlass und Rückgabe des verpfändeten Landes. "Es ist nicht gut, was ihr tut" ruft Nehemia den Gläubigern von damals zu und diesem Aufruf nachgehend, fragte Wieczorek-Zeul, was Christen und Christinnen heute tun können.

Downloads
© 2012 Brot für die Welt
RSS-Feeds Newsletter Sitemap Bookmarks
Kontakt | Impressum | Datenschutz