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Das Ende der Vernunft

Studie zu Menschenrechtsver-letzungen und Palmölplantagen in Nord-Sumatra, Indonesien

Ölpalmen

In Indonesien sind nach offiziellen Angaben in den Jahren 2009 und 2010 neue Palmölplantagen in einer Größenordnung von 16.400 Hektar entstanden. Diese Plantagen belegen Landflächen, die vorher dem Nahrungsmittelanbau dienten.

Die schnell zunehmende Ausweitung von Palmölplantagen, vor allem in den letzten zehn Jahren, hat zu schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen und einer drastischen Erhöhung der Ernährungsunsicherheit der lokalen Bevölkerung geführt.

So leiden die Menschen vor Ort unter vielfältigen Menschenrechtsverletzungen, wie zum Beispiel Vertreibung, Einschüchterung und Gewalt oder unter miserablen Arbeitsbedingungen auf den Palmölplantagen. Die "Brot für die Welt"-Partnerorganisation Lentera hat diese Auswirkungen in Recherchen vor Ort in der Region Labuhan Batu in Nord-Sumatra zusammengetragen und in fünf Fallstudien dokumentiert.

Die Organisation Lentera wurde 1999 in Sumatra gegründet mit der Zielsetzung, PlantagenarbeiterInnen in den Plantagen zu organisieren und fortzubilden, damit diese für die Verbesserung ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen besser eintreten können. Zusätzlich fördert Lentera die Solidarität zwischen PlantagenarbeiterInnen und benachbarten Bauernfamilien, deren Existenz durch den Anbau und die ständige Ausweitung von Palmölplantagen gefährdet wurde. Zudem unterstützt Lentera diese Gruppen in der Einforderung ihrer Rechte im Rechtssystem und führt eigene Lobby-Arbeit im nationalen sowie im internationalen Rahmen durch.

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