Über eine Milliarde Menschen weltweit hungert, die Hälfte von ihnen sind Kleinbauern. Unsere Kampagne zeigt auf, wie die Ernährungsunsicherheit im Süden entsteht und mit unseren eigenen Konsumgewohnheiten zusammenhängt.

Der neue Kampagnenschwerpunkt thematisiert die Konkurrenz um gute Ackerböden zwischen den Erzeugern von „Biosprit“ und Futtermitteln einerseits und der hungernden Bevölkerung in Entwicklungsländern andererseits. Die Politik ist gefordert, aber auch wir Verbraucher und Verbraucherinnen.

Wie die Bauern und Bäuerinnen in Nordrhein-Westfalen, in Kamerun und Burkina Faso arbeiten und wie die EU-Agrarpolitik auf diese Menschen wirkt, ist in einer Fotoausstellung mit dem Titel „Mensch Macht Milch – EU Agrarpolitik und bäuerliche Landwirtschaft in Nord und Süd. Auswirkungen und Perspektiven“ dokumentiert.

Hier finden Sie Hintergrundinformationen zu den Themen unserer Kampagne zum Download. Aktuell haben wir neue Kampagnenblätter zu den Themen Fleischkonsum, Recht auf Nahrung und Ernährungskrise für Sie bereit gestellt.

Mit vielen Angeboten und Mitmachaktionen beteiligte sich die Ernährungskampagne am Kirchentag in München.

Am 16.10.09, dem Welternährungstag, hat "Brot für die Welt" die 35.000 Unterschriften der Aktion "Weltweite Tischgemeinschaft" an die Bundesregierung übergeben und fordert sie damit auf, sich stärker als bisher für die Ernährungssicherung weltweit einzusetzen.
Wettlauf um Land – von Teller, Tank und Trog
Die Tagung für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren beschäftigt sich mit dem Umstand, dass grundsätzlich eine Sicherung der Ernährung weltweit möglich wäre. Dafür muss aber das Ackerland für die Nahrungsmittelproduktion der Bevölkerung verwendet werden und nicht für den weltweit rasant wachsenden Konsum von Fleisch und der Gewinnung von Energie aus Biomasse. Die diesjährigen Multiplikatoren-Fortbildung bietet die Möglichkeit, dieses spannende Thema kennenzulernen, zu diskutieren und Umsetzungsideen zu entwickeln.

In der EU sollen ab Dezember 2010 nur noch als nachhaltig zertifizierte Agrotreibstoffe in den Tank kommen. Dabei werden bisher aber nur Umweltkriterien berücksichtigt. Es gibt keine sozialen Kriterien, die verhindern, dass Menschen von ihrem Land vertrieben werden oder zu sklavenähnlichen Bedingungen auf den Plantagen arbeiten. So kann weder die EU noch die Bundesregierung sicherstellen, dass unsere Importe von Agrotreibstoffen den Hunger nicht vermehren. Wir fordern die Bundesregierung daher auf, sich für eine Aufnahme von Sozialkriterien in die EU-Richtlinie und die deutsche Nachhaltigkeitsverordnung einzusetzen. Unterstützen Sie uns und unsere Partner mit Ihrer Teilnahme an unserem Lobbybrief.
Kampagnen-Newsletter

Zusammenfassung der Ergebnisse der Internationalen Tagung am 13. Januar 2010 in Berlin